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(Letzte Aktualisierung am 26 Februar 2010)

MEIN TRAUM VON EUROPA
Wenn man, so wie ich, den EU-Vertrag von Lissabon ablehnt, wird einem neuerdings häufig unterstellt, mit dem Gedankengut rechtslastiger nationaler Heimatparteien zu sympathisieren.

Durch diese geschickte böswillige Unterstellung soll suggeriert werden, dass die Gegner dieses Vertrags durch die Bank engstirnige, kleinkarierte Nationalisten sind, während seine Befürworter weltoffene, fortschrittsorientierte, positiv denkende Menschen internationalen Formats sind.

Daher halte ich eine Klarstellung über die Gründe meiner Gegnerschaft für wichtig und notwendig:

Schon seit meiner frühen Jugend war ein Europa ohne Grenzen eine meiner liebsten und schönsten politischen Utopien, und dass diese Utopie sich mittlerweile mehr und mehr ihrer Verwirklichung nähert, ist zweifellos das Verdienst der Europäischen Union.

Der Pferdefuss daran ist freilich der, dass die Europäische Union in ihrer heutigen Form so gut wie gar nichts mehr mit dem vereinten Europa zu tun hat, von dem ich träumte und immer noch träume.

Ich bin also keineswegs europafeindlich, sondern EU-skeptisch.

Und das, wie ich meine, nicht ohne Grund.

Als 1958 - ausgerechnet in meinem Geburtsjahr - von damals sechs Mitgliedsstaaten die EWG gegründet wurde, handelte es sich dabei um eine reine Wirtschaftsgemeinschaft.

Daher war es auch nur recht und billig, dass diese Gemeinschaft vor allem die Interessen der Wirtschaft vertrat und sich an wirtschaftlichen Spielregeln orientierte.

Erst 1993 erhielt die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft durch den Vertrag von Maastricht auch eine politische Dimension.

Allerdings wurde damals - wie ich fürchte, mit voller Absicht - verabsäumt, die vor allem den Interessen der Wirtschaft verpflichtete Gemeinschaft durch eine grundlegende Abänderung der Spielregeln in eine demokratische Union europäischer Bürger umzuwandeln.

Statt dessen wurden alle Mitgliedsstaaten - und jene, die es noch werden wollten - dazu verpflichtet, ihre eigenen Gesetze dem Diktat der Wirtschaft unterzuordnen, was leider auch geschehen ist.

Etwas plakativ gesprochen gilt seit damals in der EU der Grundsatz, dass das Recht der Besitzenden auf Besitzvermehrung absolute Priorität hat, selbst dann, wenn damit eine Beschneidung der Rechte der Besitzlosen verbunden ist.

Die EU in ihrer heutigen Form ist daher keine Union der europäischen Bürger, sondern eine Interessensvertretung von Besitzenden für Besitzende auf Kosten von Besitzlosen.

Die beabsichtigte EU-Verfassung wäre eine hervorragende Gelegenheit gewesen, diese Fehlentwicklung zu korrigieren.

Statt dessen wurde darin nicht nur das Diktat der Wirtschaft noch zusätzlich bekräftigt, sondern darüber hinaus auch noch die gesetzliche Grundlage für einen Militärbund geschaffen, der sich ausdrücklich das Recht zugesteht, unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung überall auf der Welt für Öl morden zu lassen.

Auch die so genannte ‚Nachdenkpause’ nach dem Scheitern des Verfassungsvertrags wurde nicht etwa dazu genutzt, die Gründe für die negativen Referenden in Frankreich und den Niederlanden zu analysieren, sondern dazu, nach Wegen zu suchen, diesen unpopulären Vertrag - tunlichst unter Vermeidung weiterer Volksabstimmungen - doch noch durchzusetzen.

Das Ergebnis dieser Nachdenkpause war, dass man den in seiner ursprünglichen Form sehr übersichtlichen, allgemeinverständlich formulierten Verfassungsvertrag in einer für Nichtjuristen nur sehr schwer lesbaren, größtenteils aus Verweisen auf andere EU-Verträge bestehenden Fassung unter dem neuen Namen ‚Vertrag von Lissabon’ den Mitgliedsstaaten wieder zur Ratifizierung übergab, ohne größere inhaltliche Veränderungen daran vorgenommen zu haben.

Allerdings verzichtete man sowohl in Frankreich als auch in den Niederlanden vorsorglich auf die Durchführung einer weiteren Volksabstimmung, die wohl kaum anders ausgegangen wäre als die erste, und wie man mit dem Nein der Iren zum Vertrag umzugehen gedenkt, wird sich erst weisen.

Selbst wenn man der Ansicht ist, dass dieser Vertrag tatsächlich ein echter Fortschritt ist, muss jedem demokratisch gesinnten Menschen angesichts dieser Vorgangsweise angst und bang werden, denn wo man Menschen zu ihrem Glück zwingt, beginnt bereits die Diktatur.

Schon seit meiner frühen Jugend war ein Europa ohne Grenzen eine meiner liebsten und schönsten politischen Utopien.

Aber es kann mir nicht egal sein, ob dieses grenzenlose Europa eine Demokratie ist, eine Oligarchie oder gar eine Diktatur.

Ich träume von einem vereinten Europa, dessen Mitgliedsstaaten sich zur Friedenserhaltung verpflichten und nicht, wie im Vertrag von Lissabon, zur Verbesserung ihrer militärischen Fähigkeiten, denn die Geschichte lehrt uns, dass die Bildung von Machtblöcken keine friedenssichernde Maßnahme ist, sondern noch immer über kurz oder lang zum militärischen Konflikt mit anderen Machtblöcken geführt hat.

Ich träume von einem vereinten Europa, in dem die arbeitsrechtlichen Regelungen des in dieser Hinsicht führenden Mitgliedsstaates zum Standard erklärt werden - und nicht von einem Europa des Lohn- und Sozialdumpings, in dem jede Nivellierung immer zu Lasten der Arbeitnehmer erfolgt.

Ich träume von einem vereinten Europa, in dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer als gleichberechtigte Partner behandelt werden - und nicht von einem Europa, in dem Streiks gegen die Aushebelung nationaler Kollektivverträge für illegal erklärt werden, weil sie dem Prinzip des freien Dienstleistungsverkehrs widersprechen.

Ich träume von einem Europa, in dem durch eine gerechte Verteilung des Wohlstands sozialer Friede herrscht - und nicht von einem Europa, in dem die Besitzenden Unsummen für private Leibwächter, Sicherheitsvorkehrungen und Polizeischutz ausgeben müssen, um sich vor der Wut der Besitzlosen zu schützen.

Ich träume von einem vereinten Europa freier, selbstbestimmter Menschen - und nicht von einem Europa entrechteter Konsumenten.

Ich bin keineswegs europafeindlich. Ich bin EU-skeptisch. Und das, wie ich meine, nicht ohne Grund.

Damit aus den Mitgliedsstaaten der EU eine politische Union werden kann, benötigt man selbstredend auch eine gemeinsame Verfassung.

Dies gilt selbstverständlich auch für das Europa, von dem ich träume.

Der Vertrag von Lissabon jedoch hat nichts damit zu tun.

Er ist auch nicht, wie häufig behauptet wird, zumindest ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, sondern vielmehr ein großer in die falsche.

Es ist ein Vertrag von Beamteten für Beamtete und gegen Menschen, ein Vertrag von Besitzenden gegen Besitzlose, ein Vertrag von Machtberauschten gegen Friedliebende, ein Vertrag von Oligarchen gegen Demokraten, ein Vertrag von Eliten gegen Unterprivilegierte,

ein Vertrag von Mächtigen gegen Ohnmächtige.

Und es ist nicht zuletzt ein Vertrag, der mit dem österreichischen Neutralitätsgesetz vollkommen unvereinbar ist, ein Vertrag, der zur Folge hat, dass über kurz oder lang auch wieder Österreicher in kriegerischen Auseinandersetzungen töten und getötet werden.

Es ist ein Vertrag, dem ich meine Zustimmung verweigere.

Der Vertrag von Lissabon ist abzulehnen.

 

 

ALLES MÜLL... ODER WAS?


Müllermilch, einer der Größten in der Molkereibranche in Deutschland, weigert sich, das zu produzieren, was Verbraucher wollen: Milch - hergestellt ohne genmanipuliertes Tierfutter.
Obwohl ausreichend Tierfutter ohne Gen-Pflanzen vorhanden ist, lässt Müller zu, dass seine Vertragsbauern Gen-Pflanzen verfüttern. Mit dieser Unternehmenspolitik ist der Konzern mitverantwortlich für die verheerenden ökologischen Auswirkungen von Gen-Pflanzen.
Den Anbau dieser Risikotechnologie dürfen Verbraucher ungefragt mit jeder Buttermilch von Müller mitfinanzieren. Denn wer kann schon erkennnen, was die Kühe gefressen haben, deren Milch man da kauft? Tierische Lebensmittel unterliegen nämlich nicht der Kennzeichnungspflicht für Gen-Food.
Viele Verbraucher haben sich an den Mitmachaktionen gegen Müllermilch beteiligt. Doch statt dem Wunsch nach Essen - produziert ohne Gen-Pflanzen - nachzukommen, versucht Müller in einem Antwortschreiben an die Verbraucher, mit fadenscheinigen Argumenten seine Unternehmenspolitik zu rechtfertigen.
Das alles müssen Sie nicht hinnehmen. Kämpfen Sie gemeinsam mit Greenpeace, damit wir auch künftig die Wahl haben und Essen ohne Gentechnik genießen können.
Ó Greenpeace

Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr unter http://www.muell-milch.de


Der Kauf von Produkten von Müller-Milch schadet also nicht nur der heimischen Landwirtschaft, sondern auch der eigenen Gesundheit.
Daher empfehle ich, Produkte der Firma Müller Milch in Zukunft nicht mehr zu kaufen.
Die Macht der Konsumenten ist groß – sofern sie auch tatsächlich benutzt wird.


WAS IST EIGENTLICH DAS GRÖSSERE VERBRECHEN: DIE ZERSTÖRUNG EINES WORLD TRADE CENTERS ODER ABER SEINE ERRICHTUNG? (Dietmar Füssel, frei nach Bert Brecht)

VEREINIGTE SCHURKENSTAATEN

(Bei dieser Chronologie der US-Kriegspolitik seit 1945 handelt es sich um eine stark gekürzte Zusammenfassung einer zweiteiligen Artikelserie der Autoren Johann Schögler, Andreas Fabisch und Athanasis Boulgaropoulos, die unter dem Titel 'Wer ist hier der Schurkenstaat?' in der Zeitschrift der Werkstatt für Frieden und Solidarität 'Guernica' veröffentlicht wurde.

1945/53, PHILIPPINEN: Niederschlagung der philippinischen Widerstandskämpfer, die gegen die japanischen Invasoren kämpften. Die USA machen den Diktator Ferninand Marcos zum starken Mann.
1950/53, KOREA: Intervention im Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südkorea auf der Seite des Südens. Der Sprengstoffeinsatz der USA enspricht fast der Hälfte aller von den USA im Zweiten Weltkrieg verwendeten Bomben und Munition. 500.000 Südkoreaner und zwei Millionen Nordkoreaner kommen ums Leben.
1953, IRAN: Die gewählte Regierung Mossadegh beschliesst die Verstaatlichung der Anglo-Iranian Oil Company. Daraufhin putscht das von der CIA ausgebildete und kontrollierte Offizierscorps. Die zuvor englischen Ölfirmen werden von einem US-Konsortium übernommen. Die USA holen den Schah ins Land zurück und liquidieren die iranische Demokratie.
1954, GUATEMALA: Die CIA organisiert den Putsch gegen die rechtmässige Regierung Arbenz in Guatemala, die im Rahmen der Bodenreform die US-Firma United Fruit Company verstaatlichen will. 140.000 Indios werden umgebracht oder verschwinden spurlos.
1961, KONGO/ZAIRE: CIA-Söldner ermorden den ersten nachkolonialen Präsidenten Lumumba, der eine Position im Interesse seines Landes bezogen hatte. Die Söldnertruppen übernehmen nach und nach die Macht; 1965 wird Mobutu Präsident von Gnaden der USA, der während der nächsten Jahrzehnte ein Schreckensregiment errichtet.
1963, IRAK: Nachdem der Irak den Bagdadpakt verlassen hatte und der Vorsitzende des Revolutionsrates General Kassem den Einfluss ausländischer Ölkonzerne durch eine nationale Ölgesellschaft brechen wollte, wurde er durch einen CIA-inspirierten Putsch gestürzt.
1963-75, VIETNAM: US-Intervention mit 1.600.000 Soldaten. Die Sprengkraft der amerikanischen Bomben und Raketen übertrifft die des Zweiten Weltkrieges um das dreifache. Drei Millionen Menschen kommen ums Leben, eine halbe Million werden verkrüppelt und 900.000 Kinder bleiben als Waisen zurück.
1963-1990, SÜDAFRIKA: Mit ihren Aufklärungssystemen unterstützt die CIA die Jagd auf Gegner des Apartheidsystems. Die Festnahme von nelson Mandela wird von der CIA organisiert.
1965, DOMINIKANISCHE REPUBLIK: Der demokratisch gewählte Präsident Juan Bosch wird wegen seiner Sozialreformen vom Militär weggeputscht. Als eine wachsende Volksbewegung seine Rückkehr fordert, schicken die USA Militärs auf die Insel und schlagen den Aufstand nieder.
1965, INDOCHINA: Suharto, ein bedingungsloser Gefolgsmann Washingtons, putscht mit Unterstützung der CIA gegen die Regierung Sukarno, die eine blockunabhängige Außenpolitik verfolgt. Bei seiner Machtergreifung werden 250.000 Kommunisten umgebracht.
1967, GRIECHENLAND: Wenige Wochen vor den Wahlen inszeniert die CIA den 'Obristenputsch' gegen die demokratische Regierung Griechenlands. Beginn einer siebenjährigen Diktatur. Mehrere tausend demokratische Bürger, Studenten und Offiziere werden verhaftet und gefoltert.
1973, CHILE: 1973 putscht General Pinochet auf Betreiben der USA und mit Unterstützung der CIA gegen die chilenische Linksregierung unter Salvador Allende. Präsident Allende wird ermordet, tausende Aktivisten werden von Todeskommandos gejagt und umgebracht. Der damalige US-Aussenminister Kissinger: " Ich sehe nicht ein, dass wir zulassen sollen, dass ein Land marxistisch wird, nur weil die Bevölkerung unzurechnungsfähig ist."
1975, OSTTIMOR: Die USA weigern sich, die von der Befreiungsbewegung Fretilin ausgerufene Republik anzuerkennen und unterstützen die Invasion des Landes durch das indonesische Suharto-Regime. In den anschliessenden Massakern werden 200.000 Timoresen getötet.
1980-1988, IRAN/IRAK: Nach dem Sturz des US-Verbündeten Schah Reza Pahlewi im Iran, rüsten die USA den Irak mit modernsten Waffen zum Angriff auf den iran. Im 8-jährigen Krieg unterstützen die USA den Irak mit Aufklärungsmaterial von Satelliten und Flugzeugen. Gleichzeitig beliefern die USA auch den Iran mit Waffen mit dem Ziel, dass sich die beiden Länder gegenseitig ausbluten. Eine Million Menschen kommen in diesem Krieg ums Leben.
1980-1990, AFGHANISTAN: 1979 marschieren Sowjettruppen in Afghanistan ein und stürzen die afghanische Regierung. Die CIA heuert aus allen arabischen Ländern Aktivisten des islamischen Fundamentalismus an, um sie als 'Heilige Krieger' gegen die Sowjets einzusetzen. Zu den von den USA ausgebildeten Terroristen gehört auch Bin Laden, dessen 'Al-Qaida' unter der Ägide der CIA entsteht.
1983, GRENADA: Die USA überfallen das kleine mittelamerikanische Land, liquidieren die marxistische Regierung und setzen ein ihnen genehmes Regime ein. Über 400 Grenadier und 84 Kubaner, vor allem Bauarbeiter, werden umgebracht.
1986, HAITI: Nachdem der US-Vasall 'Baby Doc' Duvalier wegen seiner Eskapaden nicht mehr zu halten war, installieren die USA eine Militärjunta.
1989/90, PANAMA: Bombardement von Panama City. 27.000 US-Soldaten übernehmen die Kontrolle und verhaften die Regierung Noriega. Über 2.000 Menschen sterben. Angeblich geht es um die Verhaftung Noriegas, dem Drogenhandel vorgeworfen wird. Ein Verbrechen, das Noriega jahrelang mit Wissen und zum grossen Teil im Auftrag der CIA begangen hat.
1991, HAITI: Die CIA veranlasst einen Militärputsch gegen den ersten demokratisch gewählten Präsidenten, Jean-Bertrand Aristide. Die neue Militärjunta stürzt das Land in eine dreijährige Periode schlimmster Menschenrechtsverletzungen.
1991, IRAK: Nach dem Überfall des Irak auf Kuwait bombardieren die USA mit einigen Verbündeten den Irak und besetzen weite Teile des Landes. Bei den Angriffen kommen schätzungsweise 320.000 Menschen ums Leben. Die Zerstörung der Infrastruktur, weitere Bombardierungen und das bis heute andauernde UN-Embargo haben zum Tod von möglicherweise bis zu einer Million Menschen geführt.
(Anmerkung von Dietmar Fuessel: Vor allem durch die Zerstörung der Wasserwerke dürften seither nach Schätzungen der UNESCO 4.000 bis 5.000 Menschen monatlich an verseuchtem Trinkwasser gestorben sein. [Quelle: Guernica] Also etwas mehr als bei der Zerstörung des World Trade Centers.)
1998, SUDAN: Raketenangriff auf eine pharmazeutische Fabrik, die angeblich Nervengas für Terroristen herstellt. Die Hälfte der pharmazeutischen Vorräte wird durch den Angriff vernichtet. Die USA erklären später, dass es sich um einen Irrtum gehandlet habe.
1999, JUGOSLAWIEN: Völkerrechtswidriger Angriff der NATO auf die BR Jugoslawien. Einsatz von Uranmunition und Splitterbomben. Bis zu 4.000 Menschen werden getötet, bis zu 8.000 verletzt, durch die Bombardierung von Chemiefabriken, Erdgasanlagen und Erdölraffinerien werden weite Gebiete verseucht.
2001/2002, AFGHANISTAN: Im Zuge der Operation 'Enduring Freedom' werden zumindest 5.000 Zivilisten getötet. Schätzungen von Friedensforschern vermuten sogar einige zehntausend Tote. In Afghanistan wird eine dem Westen genehme Regierung unter der Führung der 'Nordallianz' eingerichtet, die punkto Grausamkeit den Taliban keineswegs nachsteht, aber umgehend den Bau einer Erdölpipeline genehmigt.
(Stark gekürzt aus guernica Nr.5 und 6/2002)

NACHBEMERKUNG:
'Auge um Auge - und die ganze Welt wird blind.'
Dieser Satz von Mahatma Gandhi beinhaltet nicht nur eine Erklärung für die derzeitige, mit immer brutaleren Mitteln geführte Auseinandersetzung um Gewalt und Gegengewalt, sondern auch den einzig möglichen Weg zu ihrer Beendigung.
Die Ermordung von Menschen ist immer ein Verbrechen, auch wenn die Motive, die dazu geführt haben, verständlich sind, denn verstehen heißt nicht billigen. Und selbstverständlich trifft dies auch auf die Zerstörung des World Trade Centers zu.
So lange die USA aber nicht zu der Einsicht bereit sind, dass die Anschläge des 11. September keine unmotivierten Angriffe, sondern Vergeltungsschläge für ihre eigenen politischen und wirtschaftlichen Verbrechen waren, so lange wird ihr Kampf gegen den Terror nicht bloß erfolglos bleiben, sondern im Gegenteil weltweit zu immer mehr und immer blutigeren Terroranschlägen führen.

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