Dietmar Füssel, Schriftsteller und Aktionist
Foto:Monika Hemetsberger

 

DIETMAR   F Ü S S E L

 

S c h r i f t s t e l l e r 

und

  A k t i o n i s t


 Leitgebstr. 4/24

 4910 Ried im Innkreis 
 Österreich

 

kontakt@dietmarfuessel.com

 

 

 

   

(Letzte Aktualisierung am 27. Januar 2018)

 

 

TOPMELDUNG DES MONATS 

  

MEIN 60. GEBURTSTAG

 

Am 23. Januar wurde ich sechzig Jahre alt.

In diesen sechzig Jahren habe ich achtzehn Bücher publiziert und darüber hinaus auch noch mehr als tausend Texte in Anthologien, Zeitschriften und im Rundfunk veröffentlicht.

Für meine Arbeit als Schriftsteller wurde ich unter anderem mit dem Preis des hessischen Schriftstellerverbandes für das beste deutschsprachige Erstlingswerk des Jahres 1983, dem Luitpold-Stern-Preis des ÖGB und dem großen Jahresstipendium der Literar-Mechana ausgezeichnet.

 

Als junger Mann habe ich 40.000 Kilometer - also einen Erdumfang - per Autostopp zurückgelegt, ohne jemals auch nur einen Cent für Übernachtungen zu bezahlen. Meistens schlief ich im Freien, manchmal in Scheunen und einmal, in Kreta, sogar in einem Leichenschauhaus. Im Jahr 2002 reiste ich im Zuge von Romanrecherchen von Kairo über den Sinai, das Rote Meer, Jordanien und Syrien bis nach Hattusa, der alten Hauptstadt der Hethiter, und auch in den letzten zehn Jahren habe ich gemeinsam mit meiner Mony einige sehr interessante, wunderschöne Reisen unternommen, unter anderem nach Kuba, Mexiko und Irland.


Als Läufer habe ich zwei Marathons unter vier Stunden absolviert und sogar mit Erfolg am 100-Kilometer-Lauf von Biel teilgenommen, worauf ich besonders stolz bin.


Weitere erwähnenswerte Höhepunkte waren eine aktionistische Ausstellungseröffnung im Volkskundehaus mit Selbstbefreiungstanz und Hund, die Video-Inszenierung einer hochdeutschen Version der oberösterreichischen Landeshymne sowie die Präsentation meines Lyrikbandes ‚Leidenschaft - Lateinamerikanische Liebesgedichte‘ im KIK in Ried.


Ich habe eine Tochter und einen Enkel, bin gesund an Leib und Seele und habe in bereits fortgeschrittenem Alter mit meiner Mony sogar auch noch die große Liebe meines Lebens gefunden. Mehr als elf Jahre sind wir nun schon beisammen, und die Liebe wächst immer noch von Tag zu Tag, wir sind vielleicht ein wenig wie Philemon und Baucis.


Ich darf also mit gutem Grund von mir behaupten, ein glücklicher Mensch zu sein, der auf ein sehr erfülltes, spannendes Leben zurückblicken kann.

Weil es aber so üblich ist, dass man sich zum Geburtstag - speziell zu einem runden - etwas wünschen darf, möchte auch ich nicht darauf verzichten:

Vom „Kulturland Oberösterreich“, das spätestens seit den von der Landesregierung beschlossenen flächendeckenden Einsparungen keines mehr ist, wünsche ich mir eine Literaturförderung, die diesen Namen auch verdient. Der vom Land Oberösterreich für die Förderung von Gegenwartsliteratur vorgesehene Betrag entspricht einem Zehntausendstel der Kosten für die geplante neue Donaubrücke. Diese Größenordnung dürfte auch ziemlich genau der Wertschätzung entsprechen, die Landeshauptmann Stelzer für oberösterreichische Gegenwartsliteratur übrig hat, frei nach dem Motto: ‚Nur ein toter Schriftsteller ist ein guter Schriftsteller, weil er nichts kostet.‘

Landeshauptmann Stelzer wird vielleicht als Brückenbauer und Internetbeschleuniger in Erinnerung bleiben. Als großer Freund und Förderer von Kunst und Kultur wohl eher nicht.

Die Aufgabe jeder ernst gemeinten Kunstförderung ist es, die Entstehung neuer Kunstwerke zu ermöglichen. Das ist in Oberösterreich schon seit vielen Jahren nicht mehr der Fall.

Oberösterreich ist mittlerweile ein kulturelles Entwicklungsland ohne Entwicklung.

Wollen Sie das wirklich, Herr Landeshauptmann? Dann bitte nur weiter so!

Vom Kunstministerium wünsche ich mir, dass ich als einer der produktivsten Schriftsteller unseres Landes endlich auch einmal ein Projektstipendium zugesprochen bekomme. Zwar wäre es natürlich schon eine Ironie des Schicksals, wenn ich ausgerechnet im ersten Jahr der Türkis-Blauen Regierung erstmals ein großes Stipendium bekäme, aber immerhin sollte Kanzler Kurz als Chef einer christlich-sozialen Partei ja eigentlich auch seine Feinde lieben. So gesehen bin ich also vielleicht doch nicht ganz chancenlos.

Von unseren oberösterreichischen Kulturvereinen wünsche ich mir natürlich, zu Lesungen eingeladen zu werden. Mein Honorar beträgt 250 € plus Reisespesen. Somit gehöre ich zu jenen Autoren, die trotz der vom Land verhängten Budgetkürzungen immer noch erschwinglich sind.

Und von meinen lieben Leserinnen und Lesern wünsche ich mir, dass Ihr mich bei meiner Arbeit als Schriftsteller durch den Erwerb meiner Bücher unterstützt, die es überall im Buchhandel zu kaufen gibt, und selbstverständlich auch auf dieser Homepage unter https://www.dietmarfuessel.com/buecher/ .

Soweit also meine Geburtstagswünsche.

Freilich habe ich längst gelernt, mein Lebensglück nicht von der Erfüllung von Wünschen abhängig zu machen. Es gibt unendlich viel Wichtigeres als Kulturförderung, Stipendien, Lesungen und verkaufte Bücher, beispielsweise Weisheit, Gelassenheit und Liebe.

So gesehen ist es für mich auch gar nicht so wichtig, ob sich der eine oder andere meiner Wünsche erfüllt oder nicht.

Aber freuen würde ich mich natürlich schon darüber.

 

AKTUELLES (28. November 2017) 

 

Der Text des Monats ist diesmal ein Dialog mit dem Titel Das Interview'.

 

Unter 'Biographie' findet man nicht nur einen Steckbrief von mir sowie eine Auflistung meiner Buchpublikationen, sondern auch ein Foto, das mich beim Zieleinlauf des 100-Kilometer-Laufs von Biel zeigt. (Letzte Aktualiierung am 27. September 2016)

 

Unter 'Porträt' erfährst Du etwas über meine Vorlieben, meine Ziele und meine Lebensphilosophie. (Letzte Aktualisierung am 28. November 2015)

 

Unter 'Bücher' sind all meine bisherigen Buchpublikationen aufgelistet, mit Inhaltsangaben, Textproben, und - zumindest in den meisten Fällen - kurzen Videolesungen daraus. (Letzte Aktualisierung am 27. Oktober 2017)

 

Unter 'Lesungen' findest Du sowohl Hinweise auf meine nächsten Lesungen  als auch einige  Videomitschnitte, zum Beispiel einen von meiner Lesung im Rahmen der Langen Nacht der GAV 2015 in der Landesbibliothek Linz. Solltest Du also ein Veranstalter sein, kannst Du Dir hier ein Bild von mir und meinen - oft nicht ganz unspektakulären - Auftritten machen. (Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2018)

 

Unter 'Ab-ARTigkeiten' präsentiere ich nicht nur mein Dramolett 'Telefonsex', einen Film über den wahren Sinn des Lebens, meinen offenen Brief an Integrationsminister Sebastian Kurz ' ('Burka-Boom in Purkersdorf'), meinen Kurzfilm 'Ressourcen', mein  avantgardistisches Hörspiel 'Der neue Kasten', meinen ersten Kurzfilm 'Mein erster Tod' sowie die tauplizianische Fotoserie 'Mit Burka und Goldhaube' , sondern darüber hinaus auch noch den Videobeweis des BH-Wurf-Weltrekords bei Dichterlesungen, der im Anschluss an meine Lesung am 4. Juni 2013 im KIK in Ried aufgestellt wurde, ein Lied über einen perversen Priester und eine hochdeutsche Version der oberösterreichischen Landeshymne. (Letzte Aktualisierung: 28 August 2017)

 

Unter Musik berichte ich über meine musikalischen Aktivitäten. Im Mittelpunkt steht natürlich mein neues Lied 'That's Me'. Außerdem gibt es dort auch noch mein Weihnachtslied 'Jesus in der Krippe, zu sehen und zu hören, sowie zwei Versionen meiner 'Innviertler Hymne'. Darüber hinaus präsentiere ich aber auch in der Rolle eines Pfarrers ein bitterböses satirisches Lied mit dem Titel 'Süßer Ministrant`, sowie mein Lied 'Das Fest', das ich bei der Präsentation meines Lyrikbandes 'Träume und Wolken' live gesungen habe. (Letzte Aktualisierung: 1.12.2017)

 

  Unter 'Politik' findest Du meine Beiträge zur Nationalratswahl 2017, eine Erdogan-Fotomontage und eine Version der amerikanischen Nationalhymne, die ich anlässlich von Donald Trumps Angelobung zum US-Präsidenten am 20. Januar 2017 aufgenommen habe - gesungen von Monys Hund Billy.

Außerdem gibt es dort zu sehen:

Meine bitterbösen Fotomontagen 'Uhrwerk Rot-Weiß-Rot' und 'Trump-L', meinen Bildkommentar zur Bundespräsidentschaftsstichwahlwiederholungsverschiebung, einige satirische Wahlplakate zur Bundespräsidentschaftswahl 2016, 1. Durchgang, meine Collage 'Land der Zäune' zum Thema Flüchtlingsausgrenzung, meine Bild- und Soundmontage 'Yes we can - eine menschliche Tragödie', eine Fotomontage über - oder vielmehr gegen - die unmenschliche Politik der FPÖ undundundundund.

Lass Dir das nicht entgehen!

Darüber hinaus befindet sich auf dieser Seite ein giftiger Kommentar zur Steuerreform 2016 mit dem Titel 'Mehr im Börsel für den SPÖ Parlamentsclub', den meine Mony und ich gemeinsam verfasst haben.

Hinzu kommen noch eine ganze Reihe von Collagen - darunter die erfolgreichste, die ich je gemacht habe, nämlich jene über Osama bin Laden und die Teletubbies - sowie Videos über die schleichende Hitlerifizierung unserer Politik und über jemanden, für den die Unschuldsvermutung gilt. (Letzte Aktualisierung: 28. November 2016)

 

In meinem Shop kannst Du meine Bücher schnell und unbürokratisch bestellen, auf Wunsch selbstverständlich auch signiert oder mit einer persönlichen Widmung.

 

Unter 'Lebensbilder' findest Du in Form einer Diashow eine Sammlung von Fotos, die für mich besonders bedeutsam sind.  Nach längerer Zeit habe ich wieder einige neue Fotos hinzugefügt (April 2016)

 

Unter 'Fotostorys' findest Du unter anderem eine fotografische Dokumentation der Entstehung meines Lyrikbandes 'Leidenschaft - Lateinamerikanische Liebesgedichte' sowie einige mit wunderschöner Musik unterlegte Fotostorys der Kubareise, die ich im Zuge der Recherchen für dieses Buch mit meiner Mony übernommen habe - von der übrigens 99 % der Fotos auf dieser Seite stammen!

 

Der Sieg bei meinem allerletzten Gewinnspiel ging übrigens standesgemäß an Christiane aus Molfsee, die damit zum 25. Mal gewinnen konnte. Ich glaube nicht, dass es auf der Welt auch noch ein zweites Gewinnspiel gibt, bei dem die gleiche Person so oft gewinnen konnte. Auch wenn das natürlich nicht das Ziel meines Gewinnspiels war.

  

 

  

MEIN NEUES BUCH

DER STADTSCHREIBER

Satirischer Roman

Hans Pribil ist ein erfolgloser Schriftsteller aus Wien. Deshalb zögert er nicht lange, als er eines Tages die Einladung erhält, das Amt des Stadtschreibers in Eden zu übernehmen. Dieses irgendwo in Niederösterreich gelegene, geheimnisumwitterte Eden ist eine seit Jahrzehnten von der Außenwelt völlig abgeschnittene Enklave, deren Einwohner das Ziel verfolgen, die uralte Utopie des idealen Staats zu verwirklichen. Pribil, den die Aussicht, ein Jahr lang weder für Kost noch Logis aufkommen zu müssen, ebenso beflügelt wie die Hoffnung, mit einem Enthüllungsbericht über den mysteriösen Kleinstaat seinen literarischen Durchbruch zu schaffen, ahnt allerdings nicht, dass die Edener Staatsführung gar nicht daran denkt, ihn wieder ausreisen zu lassen.

 

„Der Stadtschreiber“ ist ein satirischer Roman über die Manipulationen fanatischer Menschheitsbeglücker, die naive Dummheit der ihnen blindlings ergebenen Untertanen und über die von Diktatoren mit Recht gefürchtete Macht des Gelächters.