Letzte Aktualisierung am 27. August 2017 

 

MORD!!!

 

Anfang August erschien mein neuer Hoss-Deedle-Krimi als E-Book in der Edition Kindle Singles bei Amazon: Noch schräger und witziger als der erste, und das um nur 99 Cent!

Man braucht übrigens auch gar keinen E-Reader, um ihn lesen zu können: Mithilfe einer kostenlosen App, die sich auf der Amazon-Seite direkt unter dem Cover befindet, kann man ihn auch auf den PC herunterladen.

Und hier ist der Link:

https://www.amazon.de/dp/B0746NWFK7

 

Der bekannte Senator James Greene wird nach einem Bordellbesuch auf offener Straße erschossen. Mit den Mordermittlungen werden der überaus fähige Inspektor Hoss Deedle und sein überaus unfähiger Assistent Bill betraut. Doch die Arbeit an dem Fall erweist sich als sehr schwierig: Die Hauptverdächtigen werden während der Ermittlungen einer nach dem anderen ermordet. Dennoch gelingt es Deedle, die vertrackte Sache aufzuklären, deren Lösung sich freilich als reichlich absurd erweist … Eine höchst unterhaltsame kriminalistische Geschichte zwischen Sherlock Holmes, Columbo und Monty Python.

 

 

 

Dietmar Füssel wurde 1958 in Wels geboren und lebt als Schriftsteller und Aktionist in Ried im Innkreis. Neben seiner literarischen Tätigkeit realisiert er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Mony Hemetsberger eine Reihe von Videoprojekten, deren erfolgreichstes die Inszenierung einer hochdeutschen Version der in Mundart verfassten oberösterreichischen Landeshymne ist. 2016 gab Füssel seinen Brotberuf als Bibliotheksangestellter auf, um sich ganz auf die Arbeit als Schriftsteller konzentrieren zu können. Unter dem Titel „Der Erstochene“ hat er bereits eine Kindle Single mit dem rekordverdächtig arroganten Ermittler Hoss Deedle und seinen Assistenten Bill veröffentlicht.

 

 

WIEDERHOLTE GEBURTEN

 

Das Alte Ägypten im dreizehnten vorchristlichen Jahrhundert:
Der erfolgreiche Frauenarzt Merirê ist wegen der vorschriftswidrigen Behandlung einer Hofdame am Königshof in Ungnade gefallen. Eines Tages aber befiehlt Ramses II. ihn überraschend zu sich und erteilt ihm den Auftrag, gemeinsam mit dem Amun-Priester Rahotep in die Hauptstadt des verfeindeten Hethiterreichs zu reisen, um der sechzigjährigen Schwester des Großkönigs noch einmal zu einer Schwangerschaft zu verhelfen - der Vorwand für eine heikle diplomatische Mission. Dort lernt Merirê die schöne und kluge Hofdame Lavinia kennen, eine enge Vertraute der Königin, die zur großen Liebe seines Lebens wird.
Doch seine Ehe mit einer Hethiterin steht in unvereinbarem Widerspruch zu den geheimen Plänen des Pharaos. Wird sein Glück von Dauer sein? Wird es Merirê und Rahotep gelingen, ihren erbitterten Widersacher Assur-Nadin auszuschalten und ihren Auftrag zu erfüllen?
 

"Packend, leidenschaftlich und mit großer Sachkenntnis erzählt Dietmar Füssel von Autokratie, verlogener Staatsräson, Korruption, Heuchelei und Gewalt, aber auch von wirklicher Freundschaft und wahrer Liebe im Alten Ägypten." (Ingrid Führer)   

„Wir dürfen uns freuen, Liebster, aber wir dürfen auch traurig sein. Für beides ist jetzt die rechte Zeit. Weil jede Geburt das Ende eines Beginnens und der Beginn eines Endens ist.“

Dietmar Füssel, 'Wiederholte Geburten', Historischer Roman, 622 Seiten, Sisyphus, 2016, ISBN 978-3-903125-08-7
Preis: 20,80 plus Versandkosten (4,50 Inland, 10 € Ausland)

 

 

 

 

Mehr als dreißig Jahre nach seinem Erscheinen gibt es nun endlich eine Neuauflage meines überaus erfolgreichen Kurzprosabandes ‚Wirf den Schaffner aus dem Zug‘, der 1983 auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Preis für das beste deutschsprachige Erstlingswerk des Jahres ausgezeichnet wurde. 

Diese Neuausgabe beinhaltet nicht nur sämtliche Texte der Erstausgabe, sondern darüber hinaus auch noch die besten Geschichten aus dem Nachfolgeband ‚Dietmar Füssels Wunderhorn‘. 

Und das alles um 9 Euro 95!

 

 

Diese frivolen und fröhlichen, makabren und haarsträubenden, ironischen wie selbstironischen Geschichten berühren Tabus. Schwarzer Humor, surrealistische Formen und Nähe zum Menschen - dies ist im besten Sinne die konsequente Fortsetzung österreichischer Erzähltradition. Respektlos und aberwitzig - „vom Ironischen bis ins Makabre gesteigert.“ (FAZ)  

 

Dietmar Füssel, ‚Wirf den Schaffner aus dem Zug‘, Respektlose Geschichten, 2016, vitolibro, ISBN 978-3-86940-230-7 

Preis: 9,95 € plus Versandkosten (3,00 € Inland, 5,00 € Ausland)

 

 

 TEXTPROBE

 

 

BETRIEBSUNFALL

 

Ich liebe meine Arbeit. 

Über dem Tor zur Fabrikshalle ist ein Schild angebracht, auf dem steht: 

‚Arbeit ehrt 

Mensch und Pferd.’ 

Das hat unser Chef selbst gedichtet und prompt damit die ‚Wanderblume dichtender Unternehmer’ gewonnen. Wir alle waren damals unheimlich stolz auf ihn. 

Unser Chef hält bei aller Güte eine Menge auf die richtige Arbeitsmoral, um nicht in Konkurs gehen zu müssen, den er uns in den schwärzesten Farben schildert. 

„Ihr habt Plattfüße und stellt unverschämte Forderungen“, behauptete er einmal. 

Wir gingen in uns und erkannten, dass er im Recht war, denn wir hatten uns dagegen gewehrt, die halbe Löhnung in Form von Naturalien, sprich: In Form von 250 Tuben Blendi-Mendi-Zahncreme, ausbezahlt zu bekommen. 

Besonders Meyer hat sich gewehrt. der arme Meyer! 

Es war ein grässlicher Betriebsunfall. 

Wann man sich vorstellt, dass sich in der darauf folgenden Zeit viele Menschen mit Meyer die Zähne geputzt haben... man könnte vergehen vor Gram. 

Seit jenem Tag hat Blendi Mendi rote Streifen.

 Wie sagte einmal ein Weiser? 

‚Gute Erfindungen macht stets der Zufall’. 

In jüngster Zeit fühle ich mich allerdings wenig glücklich. 

Angst beschleicht mein Herz. 

Neulich war ein Wirtschaftsexperte in der Firma, und ich hörte ihn wieder und wieder zum Chef sagen: 

„Rationalisierung! Rationalisierung!“ 

Endlich traten sie zu mir hin und der Experte fragte:

„Was zum Beispiel tut der da?“ 

„Er pustet die Zahncreme in die Tuben“, antwortete der Chef wahrheitsgemäß. 

„Ein Blasbalg wäre billiger, den der Nebenmann mit dem Fuß treten könnte. Der faule Sack schlägt sonst ja ein bei seiner Arbeit.“ 

Der Chef nickte zustimmend und ich verstand nur noch ein: 

‚Muss weg.’ 

Da ich genau weiß, dass der Chef mich nicht kündigen wird, da ich Recht auf eine Abfindung habe, muss ich das Schlimmste befürchten, zumal ich an verschiedenen Anzeichen bemerke, dass bereits Vorkehrungen zu meinem Arbeitsunfall getroffen werden. 

So zum Beispiel wurde das Schutzgitter der neben meinem Arbeitsplatz befindlichen Zerkleinerungsmaschine entfernt - angeblich, weil es repariert werden muss. 

Auch schlägt mich unser Vorarbeiter kaum noch, da er ein mitleidiges Herz hat. 

Ich könnte ja kündigen - aber wer sollte dann meiner Familie das tägliche Brot verdienen? 

So bin ich lieber wieder religiös geworden und bete, dass ein anderer zum Opfer erwählt wird, zum Opfer des Forschritts, der heute eben ‚Rationalisierung’ heißt. 

Manchmal freilich denke ich, ich könnte ja meinen Nebenmann versehentlich in die Zerkleinerungsmaschine rempeln... 

Das wäre zwar unkollegial ... aber es ist die Lösung! 

Tut mir leid, Kumpel.

 

Träume und Wolken oder die Sehnsucht nach Leben, Gedichte von Dietmar Füssel, Fotografien von Ursula Dietl

 TRÄUME UND WOLKEN 

ODER DIE SEHNSUCHT NACH LEBEN

Gedichte und Fotografien

Am 9. September erschien im Liliom Verlag mein neuer Lyrikband ‚Träume und Wolken oder die Sehnsucht nach Leben‘, eine Sammlung von Gedichten über Leben, Liebe und Vergänglichkeit.

Die Aufgabe von Gedichten ist es, Erinnerungsspuren im Gedächtnis ihrer Leser zu hinterlassen, und Erinnerungen waren für mich auch der Grund dafür, dieses Buch zu schreiben.

Ich habe ‚Träume und Wolken‘ meiner lieben Freundin Ursula Dietl gewidmet, einer begnadeten Naturfotografin, die am 9. September 2014 ihren mit bewundernswertem Lebensmut und nicht minder bewundernswertem Eigensinn geführten Kampf gegen ihre Krebserkrankung verloren hat.

Es ist natürlich purer Zufall, dass mein Buch auf den Tag genau ein Jahr nach Ursulas Tod erschienen ist, aber es ist ein Zufall, der mir etwas bedeutet.

Mein Ziel war es, ein Buch zu schreiben, das ihr gefallen hätte. Ich glaube, das ist mir auch gelungen.

Und weil Hans Mayer vom Liliom Verlag sich bereitwillig davon überzeugen ließ, meinen Lyrikband mit Ursulas wundervollen, innigen Naturfotografien zu vervollkommnen, ist aus einem schönen Buch ein wertvolles geworden.

Denn auch Bilder können Erinnerungsspuren hinterlassen. Genau wie Gedichte. 

Dietmar Füssel, Träume und Wolken oder die Sehnsucht nach Leben, Gedichte und Fotografien, 2015, Liliom Verlag, ISBN 978-3-934785-83-0

Preis: 22,00 € plus Versandkosten (3,00 € Inland, 5,00 € Ausland)

 

TEXTPROBE



Ursula Dietl (1959 - 2014)
Ursula Dietl (1959 - 2014)

DAS LEBEN IST LANG GENUG

 

Das Leben ist schön genug,

es zu lieben,

auch wenn es schwer ist.

 

Das Leben ist leicht genug,

es zu tragen,

auch wenn es schwer ist.

 

Das Leben ist lang genug,

es zu nutzen,

auch wenn es kurz ist.

 

Das Leben ist kostbar genug,

es zu schätzen,

auch wenn es schwer ist.

 

Das Leben ist Grund genug,

es zu leben,

auch wenn es schwer ist.

 

                                                                        Das Leben ist lang genug,

                                                                          es zu nutzen,

                                                                        auch wenn es kurz ist.




 

 

DER STROHMANN

 

Kriminalroman

 

Der austro-amerikanische Filmstar Charlton Davis gilt als aussichtsreichster Kandidat der Demokraten bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen. Das einzige Argument, das gegen ihn spricht, sind seine engen Kontakte zu einer weltweit operierenden Verbrecherorganisation.
Daher beauftragt die CIA den berühmten Fischzüchter und Privatdetektiv James Winston, mit allen Mitteln zu verhindern, dass Davis tatsächlich zum Präsidenten gewählt wird.

Im Rahmen seiner unorthodoxen ‚Ermittlungen‘ überfällt Winston unter anderem eine Bank, rettet ein Bordell und verschuldet unbeabsichtigt den Selbstmord eines japanischen Butlers, doch all seine Bemühungen, irgendeinen dunklen Punkt in Charlton Davis‘ Vergangenheit zu entdecken, verlaufen im Sand.

Also entschließt er sich dazu, selbst als Kandidat bei den Vorwahlen der Demokraten gegen Davis anzutreten. Mithilfe einer perfekt inszenierten Verleumdungskampagne gelingt es ihm tatsächlich, Davis zu besiegen, doch leider erweist sich dieser Erfolg schon bald darauf als Pyrrhus-Sieg...

 

 

 

 

Dietmar Füssel, Der Strohmann, Kriminalroman, 2015, Aavaa Verlag, ISBN 978-3-8459-1577-7

 

Preis: 11,95 € plus Versandkosten (3,00 € Inland, 5,00 € Ausland) 

 

 

 

TEXTPROBE

Auch diesmal habe ich mich nicht damit begnügt, einfach einen Ausschnitt aus meinem Roman herunterzulesen, sondern den Text mit zahlreichen dazu passenden Bildern illustriert, sodass eine regelrechte Fotostory daraus geworden ist.

Dauert nur vier Minuten und ist ausgesprochen vergnüglich anzusehen. Versprochen!

 

 

PANTHOKANARISCHE PLOTTENSPRÜNGE

 

oder

 

Die vergebliche Suche

 

nach der Vergeblichkeit

 

Ein Mann namens Kana reiste nach Zentralasien, um in der tadschikischen Provinz Panthokan nach einem verschollenen arischen Volksstamm zu suchen, doch er fand weder den Volksstamm noch die Provinz. Daher beschloss er, einer zwischen Ghana und China weit verbreiteten Religionsgemeinschaft beizutreten, um zu Gott zu finden, doch er fand weder die Religionsgemeinschaft noch Gott, bis er schließlich im Alter von 72 Jahren von einem Panther zerrissen wurde.

Über Kanas abenteuerliches Leben könnte man Romane schreiben. Weil aber dieses Buch hier kein Roman ist, sondern eine Kurzprosasammlung, wird man darin vergeblich nach ihm suchen.

 

 

  

Dietmar Füssel, Panthokanarische Plottensprünge oder die vergebliche Suche nach der Vergeblichkeit, 2014, Arovell Verlag, ISBN 9783902808752

 

Preis: 14,90 € plus Versandkosten (3,00 € Inland, 5,00 € Ausland)

 

 

Selbstverständlich darf auch eine Textprobe aus meinen ‚Panthokanarischen Plottensprüngen‘ nicht fehlen.

Und hier ist sie:


Und hier ist auch schon die erste Rezension meines neuen Buches. Ich habe sie dem Blog ‚Literaturgefluester‘ meiner GAV-Kollegin Eva Jancak entnommen, bei der ich mich ganz herzlich für die Erlaubnis bedanke, sie hier auf meiner Homepage wiedergeben zu dürfen.


2014-11-03

Panthokanarische Plottensprünge

Es sind wahrscheinlich die skurrilen Einfälle, die am 1958 in Wels geborenen Autor Dietmar Füssel, der sich auch politisch betätigt, kleine You Tube-Filmchen dreht und auf seiner Homepage über seine Arbeiten Auskunft gibt und einmal pro Monat bei einem Gewinnspiel, einen seiner Texte vergibt, so daß ich auf diese Art und Weise zu den meisten seiner Bücher komme, auffallen und ihn auszeichnen.
So auch bei seinem neuesten Werk, der bei “Arovell” erschienenen Kurzprosa “Pathokanarische Plottensprünge” und wer jetzt wissen möchte, was das bedeutet, sollte auf seine Homepage gehen, wo uns der Bibliothekar und Sportler verrät, daß er selber eigentlich gar nicht weiß, “Was ein Panthokanarier ist, er aber mit Sicherheit einem solchen zuzuordnen sei”.
Wie er zu dem Titel gekommen ist, wird zwar erst im nächsten Rundmail verraten, auf dem Bild am Cover ist er aber kaum zu erkennen und schaut mit geschminkten Augen und geherzten Lippen im gelben Turban durch die Gegend, während er am Buchrücken mit vorgehaltenen Bart zu sehen ist und der Beschreibungstext hat auch nicht viel mit dem Buch zu tun…
Zufrieden oder verwirrt? Ich meine, das gehört zu Füssels schriftstellerischen Markenzeichen und, daß “Panthokanarische Plottensprünge” Kurzgeschichtensammlung bedeutet, verrät er uns immerhin.
Phantastisches Fabulieren, würde ich hinzufügen und so liest es sich auch vergnüglich und außergewöhnlich durch die bizrarren Einfälle des unermüdliche schreibenden Autors, dessen Bücher man auf seiner Homepage nachzählen kann, gerät vom Hundersten ins Tausenste und hat, wenn auch in maßloser Übertreibung und manchmal auch sehr böser Ironie, wenn man fertig ist, doch ein Stück von dieser Welt erfahrren, die ein Realist wahrscheinlich farbloser beschreibt.
Und so geht es schon los mit dem ersten Text, wo sich einer, um seine Probleme zu lösen, unter die “Hundefutterdusche” begibt, spätestens jetzt hat man wahrscheinlich die Skurrilität verstanden, die ich schon von
“Rindfleisch” “Diesseits von Eden” oder “Sohn einer Hure” etc kenne.
Weiter geht es mit dem “Flaschenöffner”, da reist einer nach Griechenland, kauft sich als ewiges Souvenier, das ihm beim Biertrinken an die Reise erinnern soll, einen Flaschenöffner, erkennt das “Made in China” schon beim ersten Öffnen und Futsch ist alles Schöne, denn die Reise nach China, die er einmal machte, war furchtbar und jetzt muß er jedesmal an die zahlreichen Unglücke denken, die ihm dort passierten.
Und das Ganze ist Wahrscheinlich eine Satire auf den Kleinbetrug, daß die Souveniers die man sich kauft, nicht im Lande, sondern im Ausland erzeugt wurden.
Weiter geht es mit den “Mißverständnissen”, die entstehen, wenn man harmlos im Dorfwirtshaus sitzt und einer kommt und “Darf ich?” fragt. Bloß nicht nicken ist ein guter Rat, denn sonst kann es passieren, daß man in den Ruf ein Doppelmörder zu sein, kommt und Dorf und Haus verlassen muß.
Im “Niemandsland” hängt einer eine Fahne auf ein Stück unverbautes Land, beginnt ein Haus zu bauen und erklärt sich zur unabhängigen Republik, was, wie man gleich erfahren wird zu erheblichen Schwierigkeiten in den angrenzenden Nachbarstaaten führen wird.
“Autogenes Training” ist auch so eine skurrile Füssel-Geschichte. Da begeht einer ganz zufällig und unschuldig vier Morde an seinen Frauen, kommt ins Hochsicherheitsgefängnis und die Frau des Direktors bietet den armen Mördern zur Entspannung autogenes Training an. Schon wird ein Fluchtplan geschmiedet, der aber genauso skurril mißlingt.
Man sieht die Füsselsche Phantasie macht weite Sprünge, scheut weder Land und Leute und siedelt die Geschichte auch jenseits der oberösterreichischen Dorfidyllen an.
Eine “Verlautbarung für Freiheit und Sicherheit gibt es auch”, die alle Bürgern, die ohne Handy im Auto angetroffen werden oder die, die noch Münztelefone oder Wertkartenhandies benützen, im Sinne der Terrorbekämfpfung unter Strafe stellt und das ist jetzt nur noch ein kleines bißchen skurril, sondern, wie man merken kann, wenn man das aktuelle Weltgeschehen verfolgt, schon fast wirklich und über die Staus, in denen Füssel bei seinen Urlaubs. oder vielleicht auch Lesungsfahrten nach Wien in die
“Alte Schmiede” oder “Literaturhaus” steckte, läßt sich auch herrlich fabulieren, in dem man einen “Stauberater erfindet”, der zwar nicht wirklich hilft, aber dafür zehn Euro pro Person kassiert.
Dann gibt es die Geschichte von der blutdurstigen Vampirin, die gerade aus dem Irrenhaus kommt und den Boten des Königs mit einem als Kruzifix getarnten Messer erledigen will, den Knoblauch dazu mußt der Arme auch noch selber essen, man sieht Dietmar Füssel hat seinen
“Dracula” gelesen und dreht ihn listig um, eine ebenso bizarre Freimaurer- oder besser Tischler Geschichte gibt es auch, eine von einer Penisverlängerung und einer Entjungferin, alles ein bißchen zynisch oder lustig, wenn der Entjungferer dann nach dem nächsten Wirthaus fragt und viele Morde bzw. ungewöhnliche Enden gibt es in den Plots der neunundvierzig Kurzgeschichten auch, wo die vorletzte damit endet, daß der Autor nach seiner Lesung, den Dreck von den Tomaten und den Eiern, mit denen er beworfen wurde, selber aufwischen muß.
Ist in Wirklichkeit das kann ich bezeugen, weil ich schon bei einigen Füssel-Lesungen war, nicht so schlimm und wer sich jetzt darüber wundert, daß ich die “Panthokanarischen Plottensprünge” schon jetzt bespreche, während der früher erschienene Gedichtband
“Menschenfleisch” erst im nächsten Jahr an die Reihe kommt, den kann ich an meine Eigen- oder Notwendigkeit erinnern, Rezensionsexemplare früher als die Gewinne zu lesen, so habe ich noch einige “Füssels” auf meiner Leseliste, während ich die Gedichtbände “Unterwegs” und “Leidenschaft”, sowie “Götter und ihre Fans” schon gelesen habe und ich den, sowohl lyrischen als auch satirschen Autor nur empfehlen kann.

(Rezension von Eva Jancak in ihrem Blog ‚Literaturgeflüster‘)

 


Menschenfleisch - Eigenartige Gedichte

 

Dietmar Füssel

  

MENSCHENFLEISCH

 

Lyrik

 

 

 

In der österreichischen Literatur haben der schwarze Humor, das Makabere, ja, auch der boshafte Witz einen festen Platz.Dietmar Füssel knüpft hier an und ist doch originell im besten Sinne:
Eigenartig nennt er seine Gedichte, das sind sie. Und wie ...
Durch die scheinbar niedliche Form gereimter Strophen geistern Monster, Menschenfresser, beißwütige Tiere - aber auch skrupellose Gangster, ungute Lehrer, ignorante Polizisten, Ehefrauen auf Abwegen, Mädchen, die keine sind.

 

Wer sich zugesteht, laut zu lachen, auch über derbe Scherze, anstatt bloß verschämt zu grinsen, wer dabei dennoch das Hinterfragen des scheinbar Normalen wagen will, der ist bei „Menschenfleisch“ richtig!

(Erich Schirhuber)

 

 

(Dietmar Füssel, Menschenfleisch - Eigenartige Gedichte, Edition Roesner, 2014, ISBN 978-3-902300-85-0)

 

Preis: 15,00 € plus Porto (3€ Inland, 5€ Ausland) 

 

 

Was jetzt noch fehlt, ist eine kleine Kostprobe aus ‚Menschenfleisch‘. Und hier ist sie:

Sukiyaki

 

SUKIYAKI

  

ROMAN 

 

 

 

Raoul Prohaska, seines Zeichens Besitzer eines drittklassigen Beisels in Wien-Ottakring, ist das Musterbeispiel eines ewigen Verlierers. Was immer er auch anfängt, es geht garantiert schief. Er selbst hält sich allerdings mit unerschütterlichem Optimismus für einen begnadeten Geschäftsmann, der bisher immer nur außergewöhnlich viel Pech hatte. Und er ist geradezu besessen von dem Ehrgeiz, eines Tages steinreich zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen, würde er sogar seine eigene Mutter verkaufen. Und genau das tut er schließlich auch.

 

(Sukiyaki - Rindfleisch, Roman, 2013, Aavaa Verlag, 178 Seiten, ISBN 978-3-8459-1063-5)

 

Preis: 11,95 plus Versand (3,00 € Inland, 5,00 € Ausland)

 

 

 

Und hier eine kleine Textprobe aus meinem Roman ‚Sukiyaki‘:


Der Sohn einer Hure

DER SOHN EINER HURE

ROMAN

 

 

Johann F., Sohn einer ehemaligen Nobelprostituierten, ist einer der erfolglosesten Schriftsteller des 21. Jahrhunderts.

Seine Mutter hingegen hat es nach Beendigung ihrer aktiven Laufbahn durch die Gründung der weltbekannten Quicksexkette ‚Mach schnell und geh‘ zu Reichtum und Ansehen gebracht.

Sein mittelloser Vater, ein nostalgischer Nazi, schwärmt für Schnaps und kleine Hitlerfiguren aus Marzipan.

Seine Geliebte hingegen schwärmt vor allem für sich selbst, weil sie sich für die größte Philosophin aller Zeiten hält.

Johann F. liebt es, stundenlang mit ihr über Gott und die Welt zu diskutieren.

Hingegen hasst er es, mit ihr zu schlafen.

Und das ist sein Verderben.

(Der Sohn einer Hure, Roman, 2013, Sisyphus Verlag, 176 Seiten, ISBN 978-3-901960-68-0)

Preis: 14 Euro plus Versand (3 € Inland, 5,00 € Ausland)

 

TEXTPROBE

 

SELBSTERKENNTNIS

 

Was ist der Mensch? Woher kommt er? Und wohin geht er?

Früher habe ich mich gern mit solchen philosophischen Fragen beschäftigt, besonders in der Zeit, als meine Geliebte noch bei mir war.

Heute ist mir das wurscht.

Ob er jetzt die Krönung der Schöpfung ist oder ein degeneriertes Flughörnchen, ein Kind Gottes oder meinetwegen auch nur das Resultat eines ziemlich missglückten Versuchs exterrestrischer Astronauten, intelligentes Leben auf der Erde zu etablieren, macht für mich keinen Unterschied mehr.

Fest steht, dass ich ihn nicht ausstehen kann.

Und hätte ich bei der Vorsehung einen Wunsch frei, so würde ich wünschen, dass die gesamte Menschheit innerhalb eines einzigen Tages krepiert, mich selbst natürlich eingeschlossen.

Denn letztlich ist jede einzelne Lebensform - vom Einzeller bis zum gewaltigen Mammutbaum - nichts weiter als eine Krebserkrankung des Anorganischen, ein Zersetzungsprozess, eine Revolution des Vergänglichen gegen das Unvergängliche.

Was lebt, hat Stoffwechsel. Leben verändert. Jedes Leben verändert. Und was kommt dabei heraus?

Ein stinkendes, ekelerregendes Abfallprodukt.

Unsere biologische Aufgabe besteht nämlich nicht etwa darin, Scheiße zu Gold zu veredeln, sondern vielmehr darin, Gold in Scheiße zu verwandeln, bis eines nicht allzu fernen Tages die gesamte Oberfläche unseres bedauernswerten Planeten mit einer meterdicken Schicht aus Exkrementen bedeckt sein wird.

Das und nichts anderes ist der ganze Sinn unseres Daseins. So sieht’s aus.

Und deshalb interessiert mich das alles heute nicht mehr. Weil in Wahrheit alles belanglos ist.

Ich will nichts mehr wissen von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Literatur, Kunst, Kultur - und von Philosophie schon gar nicht.

Obwohl ich immerhin zugeben muss, dass meine Philosophiererei wenigstens nicht ganz fruchtlos war, denn immerhin verdanke ich ihr die wichtigste aller Erkenntnisse, nämlich die Selbsterkenntnis:

Ich habe erkannt, dass ich ein Arschloch bin.

Natürlich ist es nicht besonders angenehm, mit dem Bewusstsein zu leben, ein charakterlich minderwertiges Subjekt zu sein, aber ich habe mich damit abgefunden, es wäre dumm, etwas anderes sein zu wollen als was man eben ist.

Außerdem hat es auch seine Vorteile:

Es spielt für mich überhaupt keine Rolle mehr, was andere über mich denken, eine schlechtere Meinung als ich selbst können sie von mir gar nicht haben.

Ich brauche auf keinen mehr Rücksicht nehmen, und nicht einmal mein Über-Ich fordert mich noch zu guten Taten auf, ich habe es in Pension geschickt, ohne goldene Uhr, mit einem kräftigen Fußtritt in den Hintern, ganz wie im wirklichen Leben.

Verglichen mit den Ansprüchen, die ich an mich selbst stelle, erscheint sogar ein Higgs-Teilchen so groß wie ein Roter Riese.

Ich könnte also eigentlich - wenn schon nicht glücklich, so doch wenigstens zufrieden sein. Ich bin es aber nicht.

Meine Geliebte hat mich verlassen, und ich habe keinen mehr, der mich in meinem Liebeskummer tröstet.

Ich leide unaussprechlich, denn auch wenn ich kein Gewissen, keine Moral, keinen Glauben und keine Ziele mehr habe, so habe ich immer noch Gefühle, weil ich nun einmal nicht aus Holz bin, denn hölzerne Arschlöcher gibt es nicht.

Ich verbringe meine Tage mit Weinen und Saufen.

Ich saufe wie ein Loch.

Kein Wunder. Ich bin ja eins.

 

 

Lesung aus meinem Roman ‚Der Sohn einer Hure‘

 

Dietmar Füssel: Der Sohn einer Hure.


Roman.
Klagenfurt: Sisyphus 2013.
176 Seiten; kartoniert; Euro 14,00.
ISBN 978-3-901960-68-0.


REZENSION


„Der Sohn einer Hure“ zu sein, ist – wie sich ganz vorurteilsfrei denken lässt – nicht unbedingt die angenehmste, psychisch unbelastetste Rolle. Und wenn man, wie Johann F., statt ein Wunschkind eigentlich bloß die Panne einer jungen, unerfahrenen „Engelmacherin“ ist und bereits im zarten Kleinkindalter das kundenfördernde „Amt eines neutralen Beobachters“ ausüben muss, was in diesem Fall heißt, „24960 Mal Zeuge eines Geschlechtsverkehrs“ zu sein; des weiteren zwischen sechs und achtzehn in einer elitären Privatschule in der Schweiz steckt, wo man eine über „Lustschreie, Stöhnorgien (...) und nackte, behaarte Politikerärsche“ hinausreichende Weltbilderweiterung erfährt, während man seine Mutter nur ein einziges Mal (nämlich am Ende der Internatszeit) sieht und bei dieser Gelegenheit leider nicht umhin kommt, ihr undiplomatisch unter die Nase zu reiben, dass man sie zutiefst verachte (aber nicht, weil sie einen nie besucht, sondern weil sie als „beste Liebesdienerin von ganz Wien“ eine Bordellkette gegründet hat, „in der Sex wie ein Ramschartikel zu Schleuderpreisen angeboten wird“), dann bricht man nicht bloß einen „hässlichen Streit“ vom Zaun; nein, dann hat man wirklich ein Problem.
Von pekuniärer Art ist es nicht, erhält Johann doch von seiner Mutter eine monatliche Zuwendung in Höhe von 3000 Euro. Das Problem liegt mehr im zwischenmenschlichen Bereich, ist doch die Apanage daran gebunden, dass sich Johann nie mehr bei ihr meldet.


Starker Tabak! Da kann man „ein gebildeter, intelligenter Mann“ sein, wie man will; Spuren bleiben in jedem Fall: So ist Johann „krampfhaft harmoniebedürftig“, hat ein ausgeprägtes „sexuelles Desinteresse“, findet es besser, „eingebildet als ungebildet“ zu sein und ist überhaupt ein ziemlicher Spinner; was sich aber in Wien nicht unbedingt als Ausnahme von der Regel erweist. Denn „nirgendwo sonst auf der Welt gibt es eine so hohe Dichte an Spinnern, Sonderlingen und Psychopathen“ wie hier. Und wie es sich für einen ordentlichen Spinner gehört, sind da recht wenige Menschen um Johann herum: Er lebt allein, hat keine Freundin, kein Haustier, kein Handy und keinen Computer, obwohl er eigentlich Schriftsteller ist; ein mutiger noch dazu. Schließlich hat er sich der Avantgarde verschrieben und fabriziert „äußerst gewagte literarische Experimente“, mit denen er jedoch so wenig Geld verdient, dass er davon „nicht einmal eine Hausstaubmilbe ernähren“ könnte.
Tröstlicherweise hat er ja „eine stinkreiche Mutter“! Denn der Mann, den er Vater nennt (ihr ehemaliger Beschützer), wäre zu Unterhaltszahlungen kaum fähig, fehlt doch dem „nicht mehr vermittelbaren Langzeitarbeitslosen“ und am Existenzminimum dahingrundelnden Sozialhilfeempfänger, der seinen Körper der Universitätsklinik verkauft hat, schon das Geld, um sich ein paar Tage lang in seinem von „eingefleischten Nazis“ frequentierten Stammlokal zu betrinken und kleine Hitlerfiguren aus braunem Marzipan zu verzehren.
Doch Geld ist sowieso nicht Johanns Problem, sondern mehr, dass er wegen der unkonventionellen Umstände seines Heranwachsens zum „anthropophoben Misanthropen“ mutiert ist; im Grunde aber gar nicht so alleine sein will, wie er ist. Diesbezüglich kommt ihm das Schicksal schließlich entgegen, lernt er doch bei einer Diskussionsveranstaltung über „das Kuhtum der Kuh“ mit dem indischen Guru Ramaprashnan eine um zwei Jahre jüngere Philosophiestudentin kennen, in der er „eine Seelenverwandte gefunden“ zu haben glaubt, erklärt sie sich doch bereit, mit ihm in ein altes Bauernhaus „unweit von Untersiebersdorf“ im Burgenland zu ziehen.
Die Bedingungen ihres Zusammenlebens regelt ein notariell beglaubigter, schriftlicher Vertrag, der seiner „philosophischen Geliebten“ nicht nur ein mietfreies Wohnrecht und 800 Euro Lebensunterhalt sichert, sondern ihn selbst dazu verpflichtet, mit ihr „sexuell zu verkehren“, was ihm angesichts seiner diesbezüglichen „Appetitlosigkeit“ schwer fällt. Nachdem sie aber „eine sentimentale Schwäche“ für ihn hegt, begnügt sie sich „mit zwei Kopulationen pro Woche“. Doch als „charakterlich minderwertiges Subjekt“ ist Johann leider derart unsensibel, dass er ihr nicht nur „eine aufblasbare Mr.-World-Liebespuppe“ zum Geburtstag schenkt, sondern auch noch den feschen Briefträger erpresst, als Liebhaber für ihn einzuspringen.
Das läuft gehörig schief. Und am Ende steht Johann ohne Geliebte da, verbringt seine „Tage mit Weinen und Saufen“, wird gewalttätig und entkommt als „ziemlich geschickter Lügner“ zwar dem Gefängnis, den Alpträumen allerdings nicht: Jede Nacht sieht er, wie seine Katze in seinen Kopf eindringt und immer „ein haselnussgroßes Stück“ Gehirn davonträgt.
Davon trägt einen auch dieser skurrile, abwechslungsreiche Roman, der als auf 22 Kapitel verteilte „Aufzeichnungen“ seines Protagonisten Johann F. firmiert. Darin präsentiert sich eine satirisch aufgeladene Wirklichkeit, die eine Reihe von Klischees bedient, wie zum Beispiel: das Burgenland als Künstlerparadies, der Pfarrer als Glaubensvermittler und schwarz lackierte Fingernägel als Unanständigkeit. Derlei wird ins Absurde gesteigert, dass man im „Guru einen Trottel“ und im reichen Schnösel den Investor der „philosophischen Grundlagen für eine neue Weltreligion“ ausmachen kann.
Und wo „kein Gewissen, keine Moral (...)und keine Ziele mehr“ sind, scheint es (wie sich zeigt) ohnehin ratsamer, „an eine gute Fee in Katzengestalt“ zu glauben, „als an einen unsichtbaren, unriechbaren und unfühlbaren Gott“.
Derart wunderbaren, ironisch unterlegten Weisheiten begegnet man immer wieder in diesem mit überraschenden Wendungen gespickten Roman, von dem nicht bloß „eine rein intellektuelle“ Faszination ausgeht, sondern der auf recht vielschichtige und beeindruckende Weise zu unterhalten vermag.


Andreas Tiefenbacher
17. Dezember 2014


Götter und ihre Fans

 

GÖTTER UND IHRE FANS  

EIN STREIFZUG DURCH DIE WUNDERVOLLE WELT DES GLAUBENS

 

‚Götter und ihre Fans’ handelt von unsichtbaren, unhörbaren, unriechbaren und unfühlbaren Wesen, von deren Wohlwollen angeblich die Qualität unseres postmortalen Daseins abhängt, weshalb ihre Anhänger durch die Befolgung zahlloser bizarrer Vorschriften und Rituale versuchen, sich bei ihnen einzuschleimen.

Warum ist es nicht unbedingt ein Beweis für eheliche Untreue, wenn man seine Frau mit einem nackten Mann im Schlafzimmer überrascht?

Was haben Truthühner mit panthokanarischen Beschneidungsritualen zu tun? Und warum ist es für katholische Priester nicht ratsam, sich den Penis tätowieren zu lassen?

Diese und zahlreiche andere drängende Fragen werden in meinem Erzählband beantwortet.

Nun ist es aber bekanntlich so, dass Glaube und Erkenntnis sich nicht besonders gut vertragen. Daher ist es mir auch bedauerlicherweise nicht möglich, für die Unversehrtheit der religiösen Gefühle meiner Leser zu garantieren. Menschen mit leicht verletzbaren religiösen Gefühlen ist daher dringend von der Lektüre dieses Buches abzuraten.

(‚Götter und ihre Fans’, ein Streifzug durch die wundervolle Welt des Glaubens. 2012, arovell verlag, 167 Seiten, ISBN 9783902808233 )

Preis: 12,00 plus Versand (3 € Inland, 5 € Ausland )

 Achtung! Dieses Buch ist im Buchhandel nicht mehr erhältlich, sondern nur mehr bei mir!

 

 

Lesung aus ‚Götter und ihre Fans‘

 

LEIDENSCHAFT

  LATEINAMERIKANISCHE LIEBESGEDICHTE

 

Die Idee zu diesem Buch verdanke ich Wim Wenders beeindruckender Dokumentation ‚Buena Vista Social Club’, in deren Mittelpunkt einige zu Unrecht in Vergessenheit geratene kubanische Musiker standen.

Dieser Film weckte in mir nämlich den Wunsch, die stolze, seelentiefe, über alle Grenzen und Gesetze erhabene Leidenschaftlichkeit lateinamerikanischer Liebeslieder in deutschsprachigen Liebesgedichten nicht bloß nachzuahmen, sondern wahrhaft nachzuempfinden.

Für einen so rationalen Menschen wie mich, der es gewohnt war, seine Gefühle dem Verstand unterzuordnen, war es bis dahin freilich ein sehr, sehr weiter Weg, der mich bis nach Kuba führte.

Und dieser Reise, die ich gemeinsam mit meiner geliebten ‚brujita’ Mony unternahm, verdanke ich die entscheidenden Eindrücke, ohne die ich dieses Buch nicht hätte schreiben können.

‚Leidenschaft’ ist ohne Zweifel mein schönstes Buch, was nicht zuletzt Monys Cover und den Illustrationen von Elisabeth Bernauer zu verdanken ist. Ich wollte in deutscher Sprache Liebesgedichte im Stil lateinamerikanischer Liebeslieder schreiben, Gedichte über Liebe und Hass, Kummer und Abschied, unvernünftige, tabulose Gedichte über das beglückende und gefährliche, segensreiche und zerstörerische, hundertmal verfluchte und tausendmal gepriesene Feuer in unseren Adern, das sich Leidenschaft nennt.

Das Ergebnis ist dieses Buch.

(Leidenschaft, Lateinamerikanische Liebesgedichte, 2010, Liliom Verlag, 96 Seiten. ISBN 978-3-934785-50-2

Preis: 18 Euro plus Versand (3 Euro Inland, 5 Euro Ausland)

Hier eine Collage mit den herrlichen Illustrationen von Elisabeth Bernauer, dem Cover von Mony und dem Gedicht "Du bist wie der Ozean" als kleinen Vorgeschmack auf den Lyrikband
Hier eine Collage mit den herrlichen Illustrationen von Elisabeth Bernauer, dem Cover von Mony und dem Gedicht "Du bist wie der Ozean" als kleinen Vorgeschmack auf den Lyrikband

  

DU BIST WIE DER OZEAN

 

Du bist wie der Ozean.

So launisch. So gefährlich.

Der Himmel ist wolkenverhangen.

Kein Stern weist mir den Weg

Kein Kompass, keine Karte

ich bin dir ausgeliefert.

 

Du bist wie der Ozean.

So grausam. So gewaltig.

Ich will dich so gerne bezwingen.

Ich werde dich nie bezwingen.

Ich will nur noch lieben, nicht leiden.

Doch lieben bedeutet auch leiden.

 

 

Du bist wie der Ozean.

So tief. So unergründlich.

Ich will dich so gerne erforschen.

Ich will dich so gerne verstehen.

Doch du bleibst ein Geheimnis

- so wie der Ozean.

 

 

 

 DIESSEITS VON EDEN

  SATIRISCHER ROMAN 
 

Hans Pribil ist ein erfolgloser, vom Leben enttäuschter Schriftsteller aus Wien.

Eines Tages nun wird er völlig überraschend dazu eingeladen, das Amt des Stadtschreibers von Eden zu übernehmen.

Bei diesem geheimnisumwitterten ‚Eden’ handelt es sich um einen irgendwo im Waldviertel gelegenen Stadtstaat, der sich im Jahr 1925 von der Republik Österreich losgesagt hat, um innerhalb seiner Grenzen die Utopie des idealen Staates zu verwirklichen und den seit seiner Gründung kein einziger Ausländer mehr betreten hat.

Hoch erfreut nimmt Pribil die Einladung an, weil er sich von seinem Bericht über seinen Aufenthalt in dem mysteriösen Kleinstaat seinen lang ersehnten literarischen Durchbruch erhofft.

Was er nicht ahnt, ist, dass die Edener Staatsführung gar nicht daran denkt, ihn jemals wieder ausreisen zu lassen...

‚Diesseits von Eden’ ist ein satirischer Roman über Manipulation und Mythenbildung, menschliche Selbstüberschätzung und über die von Diktatoren zu Recht gefürchtete Macht des Gelächters.

(Diesseits von Eden, satirischer Roman, 2009, Edition Atelier, 128 Seiten.

ISBN 978-3-902498-28-1

Preis; 14,00 Euro plus Versandspesen (3 Euro Österreich, 5 Euro Ausland)  

Achtung! Dieses Buch ist mittlerweile nicht mehr im Buchhandel erhältlich, sondern nur mehr bei mir! 

GELSOMINA

 

EINE MÜCKENGESCHICHTE IN SIEBEN STICHEN

 

 

Warum identifizieren Kinder sich mit Pippi Langstrumpf und nicht mit Thomas und Annika?

Warum mit Michel aus Lönneberga und nicht mit Klein Ida? Warum mit Bart Simpson und nicht mit Lisa?

Weil Kinder nun mal Anarchisten sind und daher auch eine große Schwäche für anarchistische, unangepasste Helden haben.

Nichts gegen pädagogisch wertvolle Bücher, die Kindern Ängste nehmen oder sie zu erwünschten Verhaltensweisen animieren, aber ich wollte eine Geschichte schreiben, die ohne jede Botschaft auskommt, sondern den Kindern - und natürlich auch den vorlesenden Eltern - schlicht und einfach Spaß machen soll.

‚Gelsomina - eine Mückengeschichte in sieben Stichen’ erzählt in gereimter Form die Abenteuer einer besonders boshaften, heimtückischen Stechmücke.

Zu Gelsominas Opfern zählen unter anderem ein Bischof, ein Pilot, ein Dressurpferd und sogar ein Vampir.

Die Illustrationen stammen von Hilde Wallner aus Teisendorf.

 

(‚Gelsomina - eine Mückengeschichte in sieben Stichen, 2009, Liliom Verlag, ISBN 978-3-934785-42-7)

 

Preis: 14 Euro plus Versandspesen (3 Euro Inland, 5 Euro Ausland)

   MÖRDER WIE DU UND ICH

  EIN STREIFZUG DURCH DIE WELT DES VERBRECHENS

 

Was ist der Unterschied zwischen einem groben Email und griffigem Mehl?
Sind Lyriker auf Verlagssuche gefährlich?
Warum sollten Exhibitionisten bei ihrer Tätigkeit lieber kein Feuerzeug verwenden?

Wie fängt man Aale?

Ist Eigentum Diebstahl?
Gibt es eine Erbschuld?
Und ist es eigentlich möglich, mit Hilfe von Trüffelschweinen Pilzerkrankungen
im Genitalbereich zu diagnostizieren?
Mit diesen und anderen ebenso brennenden Fragen befasst sich das vorliegende Buch,und die meisten davon werden sogar beantwortet.
Auch wenn die Antworten zuweilen etwas merkwürdig klingen...
('Mörder wie du und ich', Kurzgeschichten, 2005, 128 Seiten)
Preis: 10 Euro plus Versandspesen (3 Euro Inland, 5 Euro Ausland)

Achtung! Dieses Buch gibt es nicht im Buchhandel, sondern nur bei mir!

 

 

ARBEIT EHRT

MENSCH UND PFERD

  'Arbeit ehrt Mensch und Pferd' ist eine Sammlung merkwürdiger Geschichten zum Thema Arbeit.

 Textprobe:

DER HERSTELLER

Eines Tages schneiderte ich mir eine Hose aus Schnürlsamt, doch da ich leider von der Schneiderei nichts verstehe, paßte sie mir nicht.Dann stellte ich einen Tisch aus Holz her, doch da ich leider von der Tischlerei nichts verstehe, brach er zusammen.

Dann baute ich mir ein Haus aus Ziegeln, doch da ich leider auch vom Bauen nichts verstehe, stürzte es ein.

Um endlich wieder einmal ein Erfolgserlebnis zu haben, zeugte ich drei Söhne aus Fleisch und Blut.

Mein erster Sohn wurde Schneider und schneiderte mir eine Hose aus Schnürlsamt, die mir wie angegossen paßt.

Mein zweiter Sohn wurde Tischler und stellte für mich einen Tisch her, der nicht zusammenbricht.

Mein dritter Sohn wurde Baumeister und baute mir ein Haus, das nicht einstürzt.

Ich bin natürlich sehr stolz auf meine tüchtigen Söhne, aber ebenso stolz bin ich auf mich selbst.

Zwar verstehe ich leider nichts von Schneiderei, Tischlerei und vom Hausbauen, doch dafür verstehe ich eine Menge von der Herstellung der für diese Arbeiten benötigten Fachleute.Man muß sich eben zu helfen wissen...

('Arbeit ehrt Mensch und Pferd', Kurzgeschichten, Resistenz Verlag, 2002, 88 Seiten, ISBN 3-85285-094-0, 8 € plus Versandspesen (3 Euro Inland, 5 Euro Ausland)

Achtung! Dieses Buch ist im Buchhandel nicht mehr erhältlich, sondern nur noch bei mir!

   

 

RINDFLEISCH

Roman

 

Kurzbeschreibung:

Raoul Prohaska, seines Zeichens Besitzer eines drittklassigen Beisels in Wien-Ottakring, ist das Musterbeispiel eines ewigen Verlierers: Was immer er auch anfängt, es geht garantiert schief. Er selbst hält sich allerdings mit unerschütterlichem Optimismus für einen begnadeten, cleveren Geschäftsmann, der bloß bisher immer außergewöhnlich viel Pech hatte. Prohaska ist geradezu besessen von dem Ehrgeiz, eines Tages steinreich zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen, würde er sogar seine eigene Mutter verkaufen. Und genau das tut er schließlich auch.

 

Rezension:

...steigen Sie einfach ein in diese absurde Geschichte, die da so langsam Schwung nimmt und plötzlich ungebremst abhebt: Raoul Prohaska heißt der Icherzähler: Kind einer der kleinstbürgerlichen Hinterhältigkeit entstiegenen genialen Mutter und eines nicht mehr so ganz genau bestimmbaren orientalischen Vaters. Sein Verhängnis: ein chronischer Optimismus auf dem Weg zu Geld und Erfolg, der immer durch eine kleine Unbedachtsamkeit, einen winzigen Rechenfehler oder die plötzliche Willkür des Schicksals Schiffbruch erleidet. Und nebenbei erfährt man einiges über widerliche Familienbande, schottische Hochlandrinder, japanische Eßgewohnheiten und andere Begebenheiten, die plötzlich allesamt merkwürdig ineinander greifen. Und je verrückter sich die Geschichte entwickelt, umso ernster und plausibler wird sie uns vom Autor serviert...ein heißer Tip für alle, die sich in schräg-absurder Komik wohl fühlen.(Reinhard Ehgartner, bibliotheksnachrichten 4/00)

(Roman, 2000, Resistenz Verlag, 8 Euro  plus Versand (3 € Inland, 5 € Ausland)

Achtung! Dieses Buch ist im Buchhandel nicht mehr erhältlich, sondern nur noch bei mir!

 

 

 

UNTERWEGS

 

Lyrikband

   

 Mit diesem sehr persönlichen Gedichtband,

den ich sogar als lyrisches Selbstporträt bezeichnen würde,

ging eine zermürbende vierzehnjährige Durststrecke ohne Buchpublikation für mich zu Ende.

Anstelle eine Inhaltsbeschreibung - was bei einem Lyrikband ja eigentlich gar nicht möglich ist,

möchte ich hier ein Gedicht daraus wiedergeben, das ich besonders gerne mag:

 

 

EIN KALTER WIND

Es weht ein Wind

in unsrem Land

ein Wind den man

von früher kennt

 

Es ist der

kalte Botenwind

der Botenwind der Grausamkeit

die Grausamkeit wird folgen.

 

Es weht ein Wind

in unsrem Land

ein Wind den man

von früher kennt

 

Die Menschen ziehen Mäntel an

und laufen wieder

herzensblind

der Grausamkeit entgegen.

 

(Lyrik, Bibliothek der Provinz, 1998, 11 Euro plus Versandkosten (3 Euro Inland, 5 Euro Ausland)

 

 

 

LESUNG AUS ‚UNTERWEGS‘

  

MEIN NEUES BUCH

WIEDERHOLTE GEBURTEN

Historische Roman

WIEDERHOLTE GEBURTEN

Historischer Roman

 

Das Alte Ägypten im dreizehnten vorchristlichen Jahrhundert:
Der erfolgreiche Frauenarzt Merirê ist wegen der vorschriftswidrigen Behandlung einer Hofdame am Königshof in Ungnade gefallen. Eines Tages aber befiehlt Ramses II. ihn überraschend zu sich und erteilt ihm den Auftrag, gemeinsam mit dem Amun-Priester Rahotep in die Hauptstadt des verfeindeten Hethiterreichs zu reisen, um der sechzigjährigen Schwester des Großkönigs noch einmal zu einer Schwangerschaft zu verhelfen - der Vorwand für eine heikle diplomatische Mission. Dort lernt Merirê die schöne und kluge Hofdame Lavinia kennen, eine enge Vertraute der Königin, die zur großen Liebe seines Lebens wird.
Doch seine Ehe mit einer Hethiterin steht in unvereinbarem Widerspruch zu den geheimen Plänen des Pharaos...
 

Packend, leidenschaftlich und mit großer Sachkenntnis erzählt Dietmar Füssel von Autokratie, politischer Ränke, verlogener Staatsräson, Korruption, Heuchelei und Gewalt, aber auch von wirklicher Freundschaft und wahrer Liebe im Alten Ägypten.“ (Ingrid Führer)